Rattengift Ratgeber

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Rattengift Wirkstoffe

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Rodentizide Mittel zur Bekämpfung von NagetierenRattengift

=== Rattengift Fachinformationen ===

Rattengift ist ein hochtoxisches Mittel, um Ratten und Mäuse zu bekämpfen. Es enthält verschiedene chemische Blutgerinnungshemmer, die sogenannten Antikoagulanzien.

Das sind chemisch hergestellte Verbindungen von Gumarin, Indandion, Diphacion oder Bromadiolen. Tödlich sind diese Wirkstoffe nicht ausschließlich für Ratten, sondern auch für Haustiere und Menschen.

Rattengift darf eine Privatperson seit dem 1. Januar 2013 weder erwerben noch anwenden. Dies ist ausschließlich erfahrenen Schädlingsbekämpfern vorbehalten. Landwirte, die einen entsprechenden Sachkundenachweis haben, dürfen das Gift zur Bekämpfung der Ratten anwenden.

Die Wirkung von Rattengift auf Lebewesen

Der Wirkstoff des Giftes hemmt die Blutgerinnung im Körper von Lebewesen. Eine Überdosis führt in der Regel ebenso bei Hunden, Katzen und Kindern zum Tod. Warfarin ist seit 2013 das einzige Rattengift, das auf dem privaten Markt verfügbar ist.

Ratten und Mäuse sind kluge Tiere. Sie schicken Vorkoster voraus, die als Erste die ausgelegte Nahrung vertilgen. Sterben diese kurze Zeit nach dem Vertilgen des Köders, rühren die anderen Tiere dieses Futter nicht mehr an. Die neuen Rattengifte sind deshalb mit einer Zeitverzögerung konzipiert.

Der Köder befindet sich der Sicherheit wegen immer in einer Köderbox. Die Ratte frisst den vergifteten Köder, der im Blut die Gerinnungsfaktoren abbaut.

Dies kann zwischen sechs und acht Stunden andauern. Die Zeit, bis der Schädling verendet, hängt von bestimmten Faktoren ab – wie beispielsweise die gefressene Menge sowie die Größe und Gesundheit des Schädlings.

Die verschiedenen Rattengift Wirkstoffe und Formen

Liegen neben den Freßködern verendete Ratten, lassen die anderen Tiere das ausgelegte Futter unberührt liegen. Als Bekämpfungsmittel bieten sich Antikoagulanzien an, die für Menschen in der Regel keine tödliche, sondern lediglich eine gesundheitsschädliche Wirkung haben.

Diese Rattengift Wirkstoffe haben das Zeichen Xn, während giftiges Rattengift die Zeichen T und sehr giftiges T- haben.

Flüssiggift

Flüssiggift gegen Ratten

Alle Rattengifte gehören zu potenziellen Umweltchemikalien, die auch den Tod von nützlichen Tieren wie Raubvögeln sowie Iltisse, Füchse und körnerfressenden Vögeln verursachen.

 Das Rattengift kann verschiedene Wirkstoffe enthalten. Einer davon ist Cumarin, das dem Vitamin K ähnlich ist. Vitamin K benötigt die Leber als Gerinnungsfaktor. Cumarine heftet sich an das im Körper enthaltene Enzym und blockiert die Gerinnung. Leberschäden und Verbluten führen zum Tod der Schädlinge, der diese in zwischen 36 und 48 Stunden einholt.

Warfarin und Coumatetralyl gehören zu den Wirkstoffen der sogenannten ersten Generation von Rattengift, die in 1970er- und 1980er-Jahren auf dem Markt war. Gegen diese entwickelten die Nager eine gewisse Resistenz, die aktuell nicht mehr vorhanden ist. Warfarin besitzt ähnliche Wirkstoffe wie Cumarin.

Daneben führt der Wirkstoff zu Blutungen im Magen-Darm-Trakt, der Harnwege und im Schädel. Die Nager sterben nicht gleich nach der Futteraufnahme, sondern einige Tage später an den kleinsten Wunden. Warfarin unterbindet die Blutgerinnung, der Nager verblutet.

Bromadiolon und Difenacoum gehören zur zweiten Generation von Rattengift. Bromadiolon kommt hauptsächlich in der Landwirtschaft und im kommunalen Bereich zum Einsatz. Die Gefahr für Menschen besteht in der Art der Aufnahme des Wirkstoffes.

Beim Auslegen kann der Wirkstoff über die Haut und den Atmungsorganen in den Körper eindringen und zu gesundheitlichen Schäden führen. Difenacoum ist ebenso wie Bromadiolon über Haut und Atmung aufnehmbar und für Menschen schädlich. Daneben sind beide Gifte auch für die Tiere schädlich, die sich von den vergifteten Nagern ernähren.

Brodifacoum und Flocoumafen sind Wirkstoffe im Rattengift, die sich für die Anwendung in Innenräumen eignen. Beide Stoffe sind hochgiftig und sind ausschließlich in geschlossenen Räumen anzuwenden. Sehr giftig und ausschließlich in Innenräumen wie Lagern und Ställen anzuwenden, ist das Rattengift Difethialon, das die Kennzeichnung T- hat. Die Ratten verenden, im Gegensatz zu den zeitverzögerten Giften, schon nach einer Nahrungsaufnahme.

Die Handelsformen des Giftes

Rattengift ist als Köderblock oder -box im Handel für Befugte erhältlich. Die Blöcke sind wetterfest und wasserabweisend. Damit bleiben sie lange Zeit für Nager interessant. Die Boxen sind ähnlich gestaltet, sind jedoch effektiver als der Köderblock. In den Köderboxen befinden sich neben den Ködern Schlagfallen.

Das System ist kindersicher, da es in sich geschlossen ist. Frischeköder sind eine Kombination aus Getreide und Aromastoffen, der Denatonium Benzoate beigefügt ist. Haustiere machen in der Regel um diesen Köder aufgrund seines Geruchs einen großen Bogen. Diese Wirkung erzeugt ebenfalls die Köderpaste.

Das Anwenden von Rattengift

Rattengift findet als Fraßköder Anwendung als auch als Begasungsmittel. Das Anwenden der Fraßköder erfolgt mittels Köder in Boxen oder Blöcken, deren Auslegung Schädlingsbekämpfer durchführen. Als Begasung kommt Rattengift zum Einsatz, wenn die Nager große Flächen befallen, wie beispielsweise ein Getreidefeld oder ein Kornlager an Land oder auf einem Schiff.

Schutzmaßnahmen bei Mensch und Haustier

Das Rattengift ist verschlossen aufzubewahren, zum Schutz der Kinder und Haustiere. Ereignet sich dennoch ein Unfall mit Rattengift und es kommt zu Vergiftungserscheinungen, ist die Giftinformationszentrale die erste Anlaufstelle.

Dies ist sie auch bei dem bloßen Verdacht auf eine Vergiftung. Der Anrufer gibt den Hersteller und die Bezeichnung des Produkts weiter sowie die Art des Köders. Er erhält Informationen für Erste-Hilfe-Maßnahmen, die Leben retten können, bis der Notarzt eintrifft. Die Inhaltsstoffe Crimidin, Zinkphoshid und Thallium sollte das Produkt allerdings nicht enthalten.

Gegenmittel bei Vergiftungen

In der Regel kommt eine Behandlung mit Vitamin K in Betracht, das als Gegenmittel zum Einsatz kommt. Der behandelnde Arzt verabreicht das Antidot oral oder intravenös – je nach Schwere der Vergiftung. Ist diese lebensbedrohlich, verlegt der Mediziner den Patienten auf die Intensivstation. Hier erhält er Substitutionen von Gerinnungsfaktoren, die die Wirkstoffe vom Rattengift bekämpfen und die Blutgerinnung ins Gleichgewicht bringen.

02.05.2013 – Fachinformationen der Schädlingsbekämpfung Destra,
IHK und Sachkundenachweis geprüftes Unternemen

Fachinformationen zur Rattenbekämpfung – veröffentlicht von M.Tralls (Destra)

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